Körperfettanteil schätzen

Zwei Wege zur Schätzung: über Körperumfänge mit dem Maßband oder ersatzweise über den BMI. Das Ergebnis wird bewusst als Spanne ausgegeben.

nur bei weiblicher Auswahl nötig

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Referenzbereiche zur Orientierung
Bereichmännlichweiblich
Sehr niedrig — meist nur bei Wettkampfvorbereitung< 6 %< 14 %
Athletisch6–13 %14–20 %
Durchschnittsbereich14–24 %21–31 %
Oberhalb des Durchschnittsbereichs≥ 25 %≥ 32 %

Diese Tabelle dient ausschließlich der Einordnung typischer Bereiche. Sie ordnet dich keiner Kategorie zu und trifft keine Aussage darüber, ob ein Wert für dich passend ist.

Wo genau messen?
  • Hals: unterhalb des Kehlkopfs, Maßband leicht nach vorn geneigt, Schultern locker.
  • Taille: bei männlicher Auswahl auf Höhe des Bauchnabels, bei weiblicher Auswahl an der schmalsten Stelle.
  • Hüfte: an der breitesten Stelle des Gesäßes.
  • Maßband eng anlegen, ohne einzuschnüren. Nicht einziehen, normal ausatmen. Am besten morgens, nüchtern und immer gleich messen.
Bitte beachten

Diese Seite bietet allgemeine Information und ist keine medizinische, ernährungs- oder trainingswissenschaftliche Beratung. Die Werte sind formelbasierte Schätzungen; individuelle Abweichungen sind normal und können erheblich sein. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt. Ryvion ist kein Medizinprodukt.

Die Rechner sind für Erwachsene ab 18 Jahren gedacht.

Wie wird das berechnet?

Die Umfangmethode nach US Navy nutzt den Zusammenhang zwischen Körperumfängen und Fettverteilung. Aus Größe, Halsumfang und Taillenumfang — bei weiblicher Auswahl zusätzlich dem Hüftumfang — wird über eine logarithmische Formel ein Körperfettanteil geschätzt. Sie kommt ohne Waage-Zusatzgeräte aus und ist deshalb weit verbreitet.

Die Schätzung nach Deurenberg leitet den Wert aus BMI, Alter und Geschlecht ab. Sie braucht kein Maßband, ist dafür aber erkennbar gröber, weil sie Körperbau und Fettverteilung überhaupt nicht kennt.

Wie genau ist das?

Umfangmethoden weichen gegenüber Referenzverfahren wie DEXA typischerweise um mehrere Prozentpunkte ab — nach oben wie nach unten. Die häufigste Fehlerquelle ist das Messen selbst: Schon ein bis zwei Zentimeter Unterschied an der Taille verändern das Ergebnis spürbar. Deshalb steht oben eine Anleitung, wo genau anzulegen ist.

Aus demselben Grund eignen sich diese Verfahren besser für die Verlaufsbeobachtung als für einen Absolutwert: Wenn du immer zur gleichen Tageszeit, unter gleichen Bedingungen und mit gleicher Technik misst, ist die Veränderung über Wochen deutlich aussagekräftiger als die einzelne Zahl. Die BMI-Schätzung ist zusätzlich dadurch begrenzt, dass sie Muskel- und Fettmasse nicht unterscheiden kann.

Häufige Fragen

Die Umfangmethode, sofern du sauber misst. Die BMI-Schätzung ist eine Notlösung ohne Maßband und deutlich gröber.

Weil die typische Abweichung solcher Verfahren mehrere Prozentpunkte beträgt. Eine einzelne Zahl mit Nachkommastelle würde eine Genauigkeit suggerieren, die die Methode nicht hat.

Für eine Verlaufsbeobachtung reicht ein Abstand von zwei bis vier Wochen. Wichtiger als die Häufigkeit ist, dass die Bedingungen gleich bleiben.

Unter anderem für den Kalorienbedarf: Mit bekanntem Körperfettanteil kann dort nach Katch-McArdle über die fettfreie Masse gerechnet werden, was die Schätzung in der Regel verbessert.

Passende Rechner

Diesen Rechner und sechs weitere gibt es kostenlos in der Ryvion App.

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